Vielen Pflegeprodukten für Haut und Zähne werden kleinste Plastikteilchen zugesetzt und sollen so eine mechanische Reinigung bewirken. In Peelingcremes, Duschgels oder auch in Zahnpasta namhafter Hersteller befinden sich bis zu 10% dieser Plastikzusätze.

Aber nicht nur zur äußeren Anwendung, sondern auch in Lebensmitteln lassen sich die, zumeist aus Polyethylen hergestellten Plastikteilchen nachweisen.

Das Mikroplastik gelangt über Abwässer in die Umwelt und verunreinigt z.B. Trinkwasser, Honig und Milch. Versuche mit Miesmuscheln, die viel Wasser filtern habe gezeigt, dass sich dieser Plastikmüll im Gewebe einlagert und Entzündungen hervorruft.

Nach Angaben des Bundesumweltministerium seien Untersuchungsaufträge vergeben worden, welche die Auswirkungen auf die Umwelt erforschen sollen. Plastik in der Umwelt ist für Politiker anscheinend ein ganz neues Phänomen. Die Bundesbehörde setzt auf ein freiwilliges Handeln der Industrie.

In ihrem Treiben ertappt, erklären Hersteller den billigen Füllstoff ersetzen zu wollen – die Rede ist von Mitte bis Ende 2015. Die Firma Yves Rocher, die auf besonders natürlich macht, äußert sich gegenüber plusminus zu diesem Thema gar nicht.

Quelle: plusminus ARD