Sie essen auch gerne Fisch. Eine schöne Alternative zu Geflügel, Schwein, Rind und Co.. Lebensmittel die zumeist aus der Massentierhaltung stammen und mit allerlei Skandalen behaftet sind. Fleisch, das mit Medikamenten zur Schlachtreife gebracht wird, Futtermittelskandale, Gammelfleisch, umetikettierte Supermarktware, Schweineseuche, Vogelgrippe und und und.

Fisch ist nicht jedermanns Sache, aber wer ihn mag hat ein gesundes Nahrungsmittel auf dem Teller. Fisch ist fettarm, eiweißreich und enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die gut für Herz und Kreislauf sind. So kennen wir das Lebensmittel Fisch aus der Werbung.

Der Lachs gehört zu den beliebtesten Sorten, die auf heimischen Tellern landen. Damit endet der Teil an Informationen der dem Verbraucher nach politischen und kommerziellen Gesichtspunkten in der EU zugemutet wird – eben nur was dem "Heileweltempfinden" zuträglich ist.

Europas größter Lachsproduzent Norwegen ist indes von seinem Exportschlager nicht ganz so überzeugt – rät der Gesundheitsminister jungen Frauen und Schwangeren von einem übermäßigen Verzehr ab. Nicht mehr als zweimal pro Woche sollte sie Lachs essen. Mit zu vielen Umweltgiften sei der Lachs belastet. Giftstoffe die sich, bedingt durch riesige Fischzuchtfarmen in den Fjorden und speziellen Futterpellets aus Fischmehl, im Fettgewebe der Lachse anreichern. Durch mangelnde Bewegung enthält der so gezüchtete Lachs einen höheren Fettanteil und damit eine zusätzliche Anreicherung der Giftstoffe. Zuchtlachs gehört mit Abstand zu den giftigsten Lebensmitteln.

Wo sich Norwegens Politik gegenüber dem Verbraucher in der Pflicht sieht, besteht in Deutschland kein Handlungsbedarf. Wie bei anderen Lebensmitteln macht auch der vermeintlich gesunde Fisch hierzulande keine Ausnahme. Wissentlich, also vorsätzlich lassen Politik und Verbraucherschutz uns Gift und Gammel essen, weil die europäische Lebensmittelbehörde EFSA die Grenzwerte, kommerzkonform gestaltet oder sogar lockert.

Mir wird wieder einmal deutlich vor Augen geführt, wem sich Politiker in Deutschland verpflichtet fühlen. Uneingeschränkt steht der Kommerz und die damit verbundenen Staatseinnahmen an erster Stelle. Nachdem an zweiter Stelle Parteien und Politiker selber stehen folgt irgendwann einmal die Gesundheit der breiten Bevölkerung. Das Volk wird nicht täglich über alle Medien zur bestmöglichen Zeit in Kenntnis darüber gesetzt welchen Dreck wir, nicht nur als Lebensmittel konsumieren, sondern mit asozialem Schwachsinn zugemüllt. Würde ich Menschen vorsätzlich mit Gift füttern, wäre das vermutlich eine Straftat, für die ich mir alles Andere als eine zehnprozentige Lohnerhöhung bewilligen könnte.

Quelle der Fakten: WDR